Gib mir keine Fische - zeig mir, wie man sie fängt.

Das Projekt

Organigramm

Wir wollen den sozial benachteiligten Jugendlichen in Nigeria helfen, dass sie selbst für sich sorgen und sich eine Existenz aufbauen können. Wir wollen ihnen die Chance für eine bessere Zukunft geben, die sie sonst nie hätten.

Wir wollen außerdem die Menschen in Nigeria durch Öffentlichkeitsarbeit zum Nachdenken bringen und dazu beitragen, dass die Bevölkerung nicht weiter wegschaut, sondern sich ebenfalls an unserem Projekt beteiligt und für die sozial benachteiligten Jugendlichen einsetzt.

Entsprechend unserem Motto, dem nigerianischen Sprichwort „Gib mir keine Fische, zeig mir, wie man sie fängt", wollen wir den Jugendlichen kein Geld geben. Das wäre nur eine sehr kurzfristige Hilfe. Wir wollen ihnen vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe geben, indem wir ihnen den Schulbesuch oder eine Ausbildung ermöglichen. Zum Abschluss der Ausbildung wollen wir den Jugendlichen dann als „Starthilfe" einen kleinen Werkzeugkoffer schenken und sie damit in eine erfolgversprechende Zukunft entlassen.

Um den Schulbesuch oder die Ausbildung (3 Jahre) zu gewährleisten, suchen wir für die Jugendlichen Paten, die die Schul- bzw. Ausbildungsgebühren für sie übernehmen. Außerdem versuchen wir in Nigeria Handwerker (mit ausreichender Erfahrung und Fachwissen), Firmen und Schulen zu finden, die sich bereit erklären einen unserer Jugendlichen kostenlos oder vergünstigt auszubilden bzw. zu unterrichten.

Damit unser Projekt nicht auf Dauer abhängig von Patenschaften und Spenden bleibt, wollen wir (Lehr-) Werkstätten für verschiedene Berufe bauen und ausstatten, in denen wir dann in Zukunft unsere Jugendlichen ausbilden können.

Die Auswahl der Jugendlichen für das Projekt

Jeder Jugendliche, der aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit hat die Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu machen und unter 22 Jahren ist (Ausnahmen bzgl. Alter sind im Einzelfall möglich), kann sich bei EROGOSA bewerben. Die schriftlichen Bewerbungen mit Lebenslauf und Foto nimmt Oby Osuji entgegen. Sie überprüft die Angaben, geht zu den Jugendlichen nach Hause, führt Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Angehörigen, um sicherzugehen, dass sie bzw. die Familie sich keine Ausbildung oder keinen Schulbesuch leisten können. Für das Projekt werden nur Jugendliche ausgewählt, die wirklich ein Interesse daran haben die Schule zu besuchen oder einen Beruf zu lernen und entsprechend motiviert und engagiert sind.

Die ausgewählten Jugendlichen können dann bei einem unserer Handwerker/Firmen/Computerschulen ihre Ausbildung machen bzw. wir werden für sie einen Ausbildungsplatz suchen und in Zukunft werden wir sie in unseren eigenen Werkstätten ausbilden. Zunächst erfolgt für alle ein dreiwöchiges Praktikum, damit die Jugendlichen sehen können, ob sie diesen Beruf auch wirklich lernen wollen.

Wenn wir einen Paten für den Jugendlichen gefunden haben (oder der Handwerker/die Firma umsonst ausbildet), wird nach dem Praktikum ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen, der auch von Oby oder einem offiziellen ehrenamtlichen Helfer unterschrieben wird. Dann kann die Ausbildung beginnen.

Begleitung und Betreuung der Jugendlichen

Einmal im Monat findet ein verbindliches Treffen der Jugendlichen mit Oby Osuji im EROGOSA-Büro statt, bei dem die Jugendlichen über die Ausbildung, ihre momentane Situation usw. berichten sollen. Durch diese Treffen sollen sie Rat, Unterstützung und Begleitung bei Schwierigkeiten oder Problemen erhalten, bzw. weiterhin ermutigt, motiviert und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, etwas gemeinsam zu unternehmen usw. Das Büro ist natürlich auch außerhalb dieser Treffen für die Jugendlichen jederzeit Anlaufstelle.

Wir haben außerdem in Nigeria bereits mehrere ehrenamtliche Helfer („Officials" bzw. „Guiders") gefunden, die Oby Osuji dabei unterstützen werden, die Jugendlichen zu wichtigen Terminen oder bei Problemen im Namen von EROGOSA zu begleiten und zu vertreten. Diese ehrenamtlichen Helfer treffen sich ebenfalls in regelmäßigen Abständen mit Oby Osuji, um Informationen zu erhalten, Bericht zu erstatten und kommende Aufgaben zu besprechen und zu verteilen.

Warteliste

Falls Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, kommen sie auf eine Warteliste. Um die Wartezeit zu überbrücken, wollen wir ihnen die Möglichkeit bieten, sich ein Taschengeld zu verdienen (z.B. indem wir ihnen einen Hochdruckreiniger zum Autowaschen oder Waschmaschinen für einen „Wäscheservice" zur Verfügung stellen). Diese kleinen Jobs können auch unsere Jugendlichen, die bereits in Ausbildung sind nutzen um sich nebenbei Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Verwirklichung des Projektes

Unser Projekt zielt darauf, dass es sich irgendwann (durch eigene Lehrwerkstätten usw.) selbst finanziert und dadurch unabhängig von Spenden und Patenschaften aus Deutschland wird. Wir haben uns dafür einen zeitlichen Rahmen von ca. 10 Jahren gesetzt. Dieses große Ziel werden wir schrittweise und entsprechend den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten verfolgen.

Die Finanzierung des Projektes basiert auf 5 Säulen:

5 Säulen